Ein Studium in Hamburg und St. Andrews!

Integrierter Binationaler VWL-Studiengang des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Hamburg und des Economics Department der University of St. Andrews

Dieser Studiengang ist im Jahr 2000 ins Leben gerufen worden. In dem Jahr haben sich zwei mutige Studenten ins nördliche Schottland aufgemacht, um einen Großteil ihres VWL Hauptstudiums in St. Andrews zu absolvieren. Ein Jahr später sind ihnen drei weitere gefolgt. Näheres zum Studium aber unter den einzelnen Überschriften (siehe Index).
Auf dieser Seite findet ihr (hoffentlich) nützliche Tipps zum Programm an sich und speziell zum Leben und Studium in St. Andrews. Dies sind also unsere persönlichen Erfahrungen und Meinungen - no guarantee.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

Index

Der Studiengang

Die Kosten

Die Bewerbung

Die Unterkünfte

Die Anreise

Student Life

Abschließende Worte

Bildergalerie

Downloads

Links

<top>

Kontakt

Siehe Alumni-Page

Der Studiengang
Allgemeines
Die Studiengebühren
Das Semester bzw. akademische Jahr
Der Adviser und Tutor
Das Subject
Die Degrees
Die Modules
Die Tutorien
Die Labs
Die Essays/ Hausarbeiten
Die Tests
Das Examen
Die Noten

Zurück zum Hauptindex
<top>
Die Kosten
Die Lebenshaltung
An was man denken sollte

Zurück zum Hauptindex
<top>
Die Bewerbung
Vor der Bewerbung
Prof. Funke besuchen
Bewerbung bei der UCAS
Edmund Siemers Stipendium

Zurück zum Hauptindex
<top>
Die Unterkünfte
Die Student-Halls
Wohnungen in St. Andrews
Telefon
Computer/Laptop
Fazit

Zurück zum Hauptindex
<top>
Die Anreise
Der Flug
Die Fähre
Der Eurotunnel
Der Außenseiter - der Bus

Zurück zum Hauptindex
<top>
Student Life
Die Societies
Die Pubs
Kultur
Die Bälle
Die Union
Traditionen
Kirche
Sonstiges

Zurück zum Hauptindex
<top>

Links
Offizielle Seite zum Binationalen Studiengang der Uni Hamburg
Homepage University of St. Andrews
Homepage University of St. Andrews, Department of Economics
Student Awards Agency for Scotland (SAAS)
UCAS
TOEFL Test Homepage
Wetter in St. Andrews
St. Andrews Map
St. Andrews Student Union

Zurück zum Hauptindex
<top>

Allgemeines

Der Binationale Studiengang ist im Jahr 2000 ins Leben gerufen worden. Damals sind die ersten beiden Hamburger Studenten nach St. Andrews gegangen. Im darauffolgenden Jahr sind ihnen drei weitere gefolgt. Das Programm ist mit bisher fünf Studenten sicher klein, erfüllt aber desto besser seine anfängliche Intention etwas nicht alltägliches zu bieten. Darüber hinaus ist es für uns Studenten selbst sehr individuell zu gestalten.
Als Student hier hat man die im deutschen Studiensystem noch immer wenig angebotene Möglichkeit einen Doppelabschluss zu erhalten. Dabei wird das eigentliche Studium nicht einmal wesentlich, wenn überhaupt, verlängert. Die Regelstudienzeit an der Hamburger Uni ist seit der Einführung des Credit -Point Systems für VWL auf 10 Semester angehoben worden. Je nach Situation des Studenten kann der Binationale Studiengang mit 10-11 Semestern abgeschlossen werden.

Der eigentliche Studiengang stellt sich wie folgt dar: - Grundstudium in Hamburg (bevorzugte Fachrichtung VWL; näheres hierzu s. unten)
- 2 Jahre (4 Semester) Hauptstudium in St. Andrews (Economics)
- 2 bis 3 Semester Hauptstudium in Hamburg

Der Studiengang wird in Hamburg von Prof. Dr. Michael Funke betreut, der das Programm zusammen mit der Universität in St. Andrews ins Leben gerufen hat.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Das Semester bzw. akademische Jahr

Die Semester bzw. das gesamte sogenannte akademische Jahr sind etwas anders organisiert als in Deutschland. Das 1. Semester (Martinmas Semester) eines jeden Jahres beginnt Mitte September. Nach 6 Wochen gibt es eine Reading Week. Diese ist nicht für den Urlaub gedacht, sondern wie der Name sagt zum Lesen. Es soll den Studenten eine Möglichkeit bieten, mit den empfohlenen Referenzen zum Vorlesungsstoff aufzuholen. Weitere 6 Wochen beschließen das Semester vor Weihnachten. Es folgen im neuen Jahr eine Revision Week und zwei Wochen Examen.
Nach den Examen ist wieder eine Woche frei, die das erste und zweite Semester teilt.
Das 2. Semester (Candlemas Semester) beginnt Anfang Februar. Nach 6 bis 7 Wochen gibt es eine zweiwöchige Unterbrechung um die Osterzeit. Im Anschluss folgen dementsprechend noch 5 bis 6 Wochen bis zum Ende des Semesters. Es folgt eine Revision Week und zwei Wochen Examen. Das akademische Jahr ist Ende Mai zu ende.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Studiengebühren

Das Studium in St. Andrews kostet Studiengebühren. Diese betragen Gut 1000 Pfund. Die Deutschen Studenten, die nicht nur für ein Austauschjahr in St. Andrews sind, sondern einen Degree machen (also auch die Hamburger Studenten) müssen die Studiengebühren allerdings nicht bezahlen. Die Student Awards Agency for Scotland (SAAS) übernimmt die Gebühren. Hierzu muss man lediglich einen kurzen Antrag stellen. Die nötigen Formulare können von der Homepage der SAAS heruntergeladen werden.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Der Adviser und Tutor

Die Honours Studenten haben alle einen gemeinsamen Honours Adviser (zur Zeit Shane Bonetti). Der Adviser ist für die objektive Organisation des Studiums zuständig. Am Anfang eines Jahres besucht man den Adviser im Rahmen der Einschreibung. Bei dieser Gelegenheit wird der grobe Kursplan für das kommende Jahr festgelegt. Dieser Plan ist noch nicht endgültig. Jeder Student hat innerhalb der ersten zwei Wochen die Möglichkeit seine Fächer zu wechseln. Dies betrifft natürlich nur die Options, denn die Core-Modules müssen belegt werden. Am Ende der zweiten Woche eines jeden Semesters muss man spätestens beim Adviser vorsprechen, wenn man ein Modul ändern möchte. WICHTIG! Man muss zum Adviser gehen, wenn man ein Modul gegen ein anderes tauschen möchte. Es geht nicht wie in Hamburg, wo man sich eigentlich erst kurz vor den Klausuren entscheiden kann. Dies gibt nur unnötigen Ärger.

Neben dem Adviser bekommt jeder Student einen persönlichen Tutor zugewiesen. Man ist angehalten den Tutor in der 2. und 11. Woche des Semesters zu besuchen. Im Wesentlichen ist dies zwar freigestellt, aber im Zweifel durchaus hilfreich. Der persönliche Tutor steht für alle Fragen zur Verfügung, die im Rahmen des Studiums auftauchen können. Vor allem bei wichtigen Entscheidungen soll er mit seinem Rat zur Seite stehen. Dies geschieht in den meisten Fällen nur, wenn man fragt. Es liegt also am Studenten. Noch eine wichtige Aufgabe. Viele Firmen verlangen Referenzen von der Universität, wenn man sich um einen Job bemüht. Dafür ist auch der persönliche Tutor zuständig. Man sollte sich daher mit ihm bekannt machen. Wer einen nicht kennt, kann kaum etwas positives schreiben.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Das Subject

Wer am Binationalen Studienprogramm teilnimmt, kann ausschließlich VWL , d.h. Economics in St. Andrews studieren. Das Studium nennt sich hier Single Honours Economics. Es werden am Economics Department auch Joint Honours Studiengänge angeboten. Man studiert dann Economics mit einem anderen Fach zusammen. Dies ist nicht im Zusammenhang mit dem Binationalen Studiengang möglich. Es gibt keinerlei Abstimmung mit dem Prüfungsamt über die Anerkennung von Leistungen außerhalb des Economics Departments. Hier kann man eine komplette Liste mit allen möglichen Degrees am Economics Department einsehen. WICHTIG: für Hamburger Studenten sind nur die ersten 6 genannten Titel möglich. Dies sind die sogenannten Single Honours.
Trotzdem gibt es noch Auswahlmöglichkeiten. Drei stehen zur Verfügung: Economics (MA, BSc), Applied Economics (MA, BSc) und Financial Economics (MA, BSc). Die Angaben in den Klammern beziehen sich auf die unterschiedlichen Degrees, die in jeder der drei Richtungen erworben werden können. Das Economics Departement beschreibt die Unterschiede der drei Studienrichtungen wie folgt:
"Broadly speaking the differences are as follows; Financial Economics is a more specialised degree than Economics, focussing (fairly obviously) on topics in financial economics such as investment analysis and corporate finance. Many students who have taken this degree go on to jobs in the 'City'. The degree in Applied Economics is designed to give students a broader perspective of economics than the degree in Economics. It includes less of the 'core' theoretical modules and a larger number of the more applied options modules."

Man kann das Ganze vielleicht auch kürzer ausdrücken:

Financial Economics: Mathe, Mathe und nochmals Mathe
Economics: Mathe, Mathe
Applied Economics: Mathe

Financial Economics ist in der Tat recht mathematisch. Economics (auch Straight Economics genannt) schon wesentlich weniger, weil man mehr Auswahl bei den Options hat. Die Core Modules (Pflichtfächer) enthalten allerdings Ökonometrie. Applied Economics geht mehr in die argumentative bzw. soziale Schiene der VWL. Der Name angewandt ist vielleicht etwas irreführend, denn angewandt wird bei den anderen beiden Richtungen nicht weniger viel - aber eben andere Dinge. In Applied Economics werden die ökonomischen Werkzeuge und Theorien auf andere als rein wirtschaftliche Lebenslagen übertragen (hierzu zählt zum Beispiel auch Economics of Social Live mit der sehr berühmten Vorlesung 'Economics of Sex'...). Da man aber auch diese als Option in Straight Economics wählen kann, gibt es nicht viele Gründe von Straight Economics abzuweichen. Financial ist eine Überlegung wert, Applied gilt inoffiziell als zu leicht und hat kein gutes Ansehen.
Dies ist allerdings keine Empfehlung, nur das, was man so hört. Einfach ist es den goldenen Mittelweg zu wählen und Economics zu studieren. Zumal man mit der Auswahl der Options sowohl dem eigentlichen Financial- als auch dem Applied Degree sehr nahe kommen kann. Eine ausführliche Auflistung der Modules folgt noch.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Degrees

Das Studium dauert in St. Andrews für gewöhnlich vier Jahre. Dies ist das sogenannte Undergraduate Study. Im Anschluss daran kann noch ein weiteres Jahr als Postgraduate studiert werden. Das Undergraduate Study unterteilt sich in drei Abschnitte: First Year, Second Year, Honours Years. Die zwei Honours Years, Junior Honours und Senior Honours sind die beiden Jahre, die Hamburger Studenten in St. Andrews verbringen - eine nicht unerhebliche Zeit, da will man auch was von haben. Das hat man auch. Am Endes des Studiums in St. Andrews erhält man einen offiziellen Degree. Welche Möglichkeiten gibt es dort?

Der Bachelor of Science (B.Sc.)

Entschließt man sich der Faculty of Science beizutreten, erhält man einen Bachelor of Science und darf sich die drei hübschen Buchstaben 'B.Sc.' von nun an hinter den Namen hängen.

Der Master of Arts (MA)

Tritt man hingegen der Faculty of Arts bei, erwirbt man den Master of Arts und darf sich am Ende nur die zwei Buchstaben 'MA' hinter den Namen hängen. Der MA darf auf keinen Fall verwechselt werden mit dem in Deutschland für gewöhnlich bekannten 'Master-Titel'. Hierbei handelt es sich um den Master of Science, Master of Philosophy oder Master of Business Administration. Um einen solchen Titel zu erwerben, muss man noch das weitere schon erwähnte Postgraduate Year in Schottland studieren. Dies ist im Programm nicht vorgesehen.

Die Unterschiede

Eigentlich gibt es keine. Die Titel haben absolut das gleiche Niveau, d.h. das gleiche Level der Ausbildung. Aber auch im Studium ist häufig der Weg das Ziel. Hier unterscheiden sich der B.Sc. und der MA. Auch das betrifft nicht die Hamburger Studenten, die für zwei Jahre nach St. Andrews kommen. Die Unterschiede beschränken sich auf die ersten beiden Studienjahre. Das 3. und 4. (welche die Hamburger studieren) sind nicht betroffen. Für genauere Angaben sollte man sich die offiziellen Regularien der beiden Fakultäten durchlesen. Auch wenn immer wieder betont wird, dass es keine Unterschiede gibt, so macht das wenig Sinn. Gibt es zwei Degrees, müssen sie sich unterscheiden, dies verlangt schon die Annahme der Rationalität. MA Studenten sind nicht dazu angehalten einige Fächer (Modules) in den sogenannten 'harten Wissenschaften' zu besuchen. Man kann daher als MA ein VWL Studium z.B. ohne Statistik absolvieren. Statt dessen erlernt man vielleicht eine Fremdsprache. Bei der Auswahl des Degrees sollte das Bild, dass der Titel widerspiegelt, bedacht werden. Was es nicht gibt ist ein 'Gut' oder ein 'Schlecht'. Es hängt vielmehr von dem ab, was man selber gewählt hätte. Man stelle sich einfach vor, welchen Titel man im 1. Jahr gewählt hätte. Mehr Mathematik, Statistik etc. oder Sprachen, Geschichte etc. bleibt einfach dieser Linie treu. Vielleicht ist das der beste Rat, den man geben kann.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Modules

Die Modules, das sind die einzelnen Fächer in St. Andrews, werden nach Core- Modules, Pflichtfächern, und Options, Wahlkurse, unterschieden. Die Anzahl der Modules ist relativ umfangreich, alle Fächer zu beschreiben ist zeitlich zu aufwendig, aber es gibt einen Link zu den sogenannten Handbooks. Diese gelten zwar immer nur für das eigentliche Jahr, aber die Veränderungen sollten nicht so groß sein. Dort steht alles Wichtige über die Modules drin.

Junior Honours Handbook
Senior Honours Handbook

Gerade findet eine kleine Reform der Studienordnung in St. Andrews statt. Sie ist schon recht weit vorangeschritten und wird wahrscheinlich in der jetzigen Form durchgesetzt. Eine tabellarische Gegenüberstellung macht die neue Struktur schnell deutlich.

Nur eine kurze Übersicht nach der noch geltenden alten Studienordnung wann man welches Core Module belegt. Diese gilt für Straight Economics und variiert leicht bei Applied und Financial, da die Core Modules sich unterscheiden.

1. Semester (Junior Honours Year)

Advanced Micro (EC3001)
Classical- und Neoclassical Economic Thought (EC3009)
Modern Economic Thought (EC3010)
+ zwei Options

2. Semester (Junior Honours Year)

Money and Macro (EC3002)
The Classical Linear Regression Model (EC3004)
+ zwei Options

1. Semester (Senior Honours Year)

Topic in Econometrics (EC3005)
Topics in Economic Theory 1 (EC3006)
+ zwei Options

2. Semester (Senior Honours Year)

Topics in Economic Theory 2 (EC3007)
Contemporary Issues (EC3008)
+ zwei Options

Insgesamt erreicht man hiermit 240 Credits in St. Andrews und einen Degree - SUPER!

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Tutorien

In den Core-Modules müssen neben den zwei Vorlesungen pro Woche auch Tutorien besucht werden. Je nach Module gibt es davon 3 bis 6 im Semester. Für die Tutorien gibt es Aufgaben, die man vorher bearbeiten sollte. Die Tutorien selbst bestehen meistens aus kleinen Gruppen von 10 Leuten. In diesen Gruppen werden die Aufgaben besprochen. Dabei werden die Studenten aktiv eingebunden und verstecken ist nur schlecht möglich und auch nicht angebracht. Es wird eine Liste darüber geführt, ob man anwesend war und auch mitgearbeitet hat. Es gibt dabei genaue Vorschriften, in wie weit es Konsequenzen hat, wenn man nicht erschienen ist bzw. nicht mitgearbeitet hat. Hier ist das System etwas schulisch. Die Vorbereitungen dienen aber bereits sehr gut als Klausurvorbereitung. In den Tutorien werden mehr oder weniger Verständnisfragen gestellt, so dass argumentiert werden muss.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Labs

Neben den Tutorien gibt es noch Labs (Laboratorien). Hier arbeitet man ohne Anleitung des Professors in kleinen Gruppen mit bis zu sechs Studenten zusammen. Der Professor ist allerdings für Fragen anwesend. Innerhalb eines Semesters gibt es 4 bis 6 Labs (zwei- bis drei-stündig). Dies betrifft ebenfalls nur die Core-Modules. Für die Labs bekommt man Aufgaben zum vorbereiten. Innerhalb der Lab Zeit sollen die Aufgaben und Ergebnisse mit den anderen Studenten besprochen werden. Die Ergebnisse werden abgegeben. Eine Vorbereitung ist sinnvoll, da sonst die Zeit teilweise nicht ausreicht, um die Fragen zu beantworten. Was am Ende nur Arbeit zu Hause bedeutet, da von jedem Studenten alle Antworten vorliegen müssen. Entweder eben in der Gruppe oder alleine hinterher. Die Lab Fragen sind ähnlich der Testfragen eher mathematisch.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Essays/ Hausarbeiten

In fast jedem Modul müssen Essays geschrieben werden. Dies sind kleine Hausarbeiten. Die Länge beträgt zwischen 1500 und 2000 Wörtern. Die Honours Handbooks ( Junior, Senior) geben hier ein paar Richtlinien vor. Im Wesentlichen geht es um wissenschaftliche Diskussion eines bestimmten Problems/Modells. Das Problem/Modell ist grundsätzlich Bestandteil der Vorlesung, allerdings wird für den Essay spezielles und tiefergehenderes Wissen verlangt. Es reicht nicht aus, zumindest nicht für eine gute Note, das empfohlene Textbuch und die Overheads aus der Vorlesung zu lesen. Es wird erwartet, dass man sich einschlägige Publikationen über das Thema besorgt und auf verschiedene Kritikpunkte von mehreren Seiten eingeht. Der Essay zählt zwischen 10% und 20% der Examensnote.
Im Downloadbereich stehen einige Essays frei zur Verfügung. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass diese Essays selbstverständlich dem Copyright des Autors unterliegen. Plagiate haben erhebliche Konsequenzen. Gegen eine Nutzung unter Beachtung der Urheberrechte ist allerdings nichts einzuwenden.

Hausarbeiten wie wir sie in Deutschland kennen werden hier nicht geschrieben. Das ist zunächst einmal schlecht, wenn man an die Hamburger Uni zurückkehren will. Man wird dann alle Seminare noch machen müssen, was das Studium unnötig verlängert. Stattdessen kann man einen Professor in St. Andrews fragen, ob er bereit ist einen längeren Essay zu akzeptieren. In der Regel tun die Professoren dies hier. Um in Hamburg ein Seminar angerechnet zu bekommen werden grundsätzlich zwei Leistungsnachweise verlangt. Mit einem längeren Essay, der als Hausarbeit akzeptiert wird ist das kein Problem, denn man hat noch die Examensklausur. Der Essay sollte in diesem Fall etwa 5000 Wörter umfassen. Die Anforderungen sind dann natürlich etwas andere. Es wird eine noch tiefergehendere Auseinandersetzung mit dem Thema verlangt. Dies ist aber mit dem Professor in St. Andrews vor Ort abzusprechen.
Sollte man alle vier notwendigen Seminare in St. Andrews machen wollen, muss man etwas auf seine Fächerwahl achten. Schließlich muss man im VWL Studium VWL Theorie, VWL Politik, Finanzwissenschaften und eine Allgemeine BWL abdecken.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Tests

In den Core-Modules müssen neben dem Essay auch noch Tests geschrieben werden. Meistens handelt es sich dabei nur um einen Test innerhalb der ersten sechs oder sieben Wochen des Semesters. Die Test sind ein-stündig und sehr mathematisch. In der Regel aber nicht allzu schwer, wenn man vorbereitet ist. Sie orientieren sich stark an den Aufgaben aus den Labs. In EC3004 (The Classical Linear Regression Model) werden zwei Tests geschrieben. Die Tests tragen 10% zur Examensnote bei.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Das Examen

Die endgültigen Examen werden im Januar (1. Semester) bzw. Ende Mai (2. Semester) geschrieben und tragen 80% zur Note des Faches bei. Im Falle von EC3004 sind es nur 60% aufgrund der zwei Tests und des Research Projektes.
In der Bibliothek liegen alle alten Examen gebunden in Büchern (seit 1996). Es steht jedem Studenten frei diese zu kopieren und anhand der alten Examen zu lernen. Die Erfahrung zeigt, dass das Muster im Wesentlichen das gleiche bleibt.
Die Examen in den Core-Modules bestehen aus einem mathematischen Teil, der sich an den Labs orientiert und einem argumentativen Teil. Die Options haben nur argumentative Fragen. Das heißt es wird ein kleiner Essay erwartet. Die meisten Examen sind in zwei Sections geteilt. Aus jeder Section muss man eine Frage auswählen und in Essayform beantworten. Da die Vorlesungen auch häufig von zwei Lecturers gehalten wird, ist die Zuordnung häufig hiernach aufgeteilt. Aber nicht unbedingt. Es kommen zwar immer beide Teile der Vorlesung dran, aber die Zuordnung zu den Sections im Examen kann zufällig sein.

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Noten

Das Notenschema in St. Andrews ist anders als in Hamburg. Das folgende Schema zeigt die Aufschlüsselung der Noten in St. Andrews und ihre Bedeutung. Außerdem ist die Umrechnung der Noten auf das Schema in Hamburg angegeben. Für die Umrechnung gilt allerdings letztenendes die Aussage der Universität Hamburg. Dies ist kein offizielles Statement der Universität Hamburg, aber eine offene Richtlinie.

Schema

Zurück Hauptindex > Studiengang
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Lebenshaltung

Großbritannien ist teuer und St. Andrews besonders. Woher kommt das wohl? Tja, tolle Golfplätze und der Ort an sich sind die Anzugspunkte für reiche Touristen. Das senkt die Preise nicht gerade. Aber die Studenten sind an der guten Nachfrage sicher mit einem guten Anteil beteiligt. Das Wirtschaftsmagazin The Economist gibt regelmäßig einen sogenannten 'Big Mac Index heraus. Dieser errechnet auf Basis des PPP (purchasing power parity) Models ob eine Währung gegenüber dem US-Dollar über oder unterbewertet ist. Der letzte ausführliche Index vom April 2001 bescheinigt dem Pfund eine 12%ige Überbewertung gegenüber dem Dollar. Da der Euro gleichzeitig unterbewertet ist, wird die Angelegenheit nicht günstiger für die EUROpa-Studenten. Berechnet man den Index einmal mit dem Euro als Basis, ergibt sich per April 2001 eine Überbewertung des Pfunds von 25%. Aktuell muss man ca. 0,61 Pfund für einen Euro bezahlen. Nach dieser Rechnung müssten es eigentlich 0,77 Pfund sein.
Man kann von diesem Index, der sich nur auf ein Gut bezieht halten was man möchte. Hier soll auch gar keine ökonomische Debatte über Wechselkurse geführt werden. Fakt ist, der Wechselkurs steht zur Zeit nicht zu gunsten der Hamburger Studenten. (Zum Big Mac Index)
Inclusive aller Kosten kann man etwa 10.000 Euro für zwei Semester einkalkulieren. Die beiden Jahre in St. Andrews veranschlagen demnach ca. 20.000 Euro. Dies ist eine sehr subjektive Angabe natürlich, aber man kann damit auskommen. Der Career-Service in St. Andrews, eine 'Berufsberatung' für Studenten, geht von Kosten in Höhe von 8.000 Pfund, d.h. 13.000 Euro, pro akademischem Jahr aus. Das ist wohl eher hoch angesetzt. Hängt aber natürlich davon ab, wo man hier unterkommt und was man für einen Lebensstil führt.
Einige Beispiele:
Die Halls Kosten zwischen 1.300 und 3.300 Pfund. Je nach dem, ob die Zimmer Standard sind oder Gehoben und Selbstverpflegung oder inclusive Essen (hierzu aber später).
Die Kosten für Essen und Getränke zum grundlegenden Leben bei Selbstverpflegung belaufen sich auf 30 bis 40 Pfund pro Woche je nach Anspruch.
Diese Kosten sind noch einigermaßen kalkulierbar. Jetzt kommen wir zu den Sachen, wo man nur allgemeine Aussagen treffen kann: das LEBEN. Was braucht man sonst noch so? Tja, da gibt es Sport, Societies, Bälle und Pubs. Zu all dem kommen wir später noch. Man kann wirklich nur schwer abschätzen, wieviel der einzelne Student braucht. Hier schwanken die Angaben extrem. Rechnet es euch am besten selbst aus. Ein Bier im Pub kostet zwischen 1,60 (happy hour) und 2,40 Pfund pro Pint (das sind ca. 0,6 l). Vielleicht reicht dies als Indikator. Mehr Preise gibt es unter der Rubrik 'Student Life'.

Zurück Hauptindex > Kosten
Zurück zum Hauptindex
<top>

An was man denken sollte!

Bei der Planung für das Studium sollte man daran denken, dass neben den normalen Lebenshaltungskosten auch weitere Kosten hinzukommen. Diese ergeben sich aus den Heimreisen. Zu den Kosten der Anreise gibt es weiter unten noch genaueres (Die Anreise). Die Höhe der Reisekosten hängt natürlich auch von den Gewohnheiten der einzelnen Studenten ab. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Freundin nicht zur Reduzierung der Kosten beiträgt. Wenn man nebenbei das Land bereisen möchte, kommen auch schnell höhere Summen zu stande. Es ist eben alles recht teuer auf der Insel. Aber eben auch sehenswert. Dies sollen nur noch ein paar Hinweise sein. Das Leben kann unter Umständen in St. Andrews anders verlaufen als man es aus Hamburg gewöhnt ist. Damit sind auch die Kosten andere.

Zurück Hauptindex > Kosten
Zurück zum Hauptindex
<top>

Vor der Bewerbung

Nach dem ihr nun einige Vorstellungen habt, kommen wir zu dem ganze Verfahren. Zunächst mal etwas zur Aufklärung. Wenn man denkt Deutschland sei bürokratisch, dann täuscht man sich. Andere Länder sind da nicht viel besser. Ihr werdet das erfahren.
Bevor man sich nun aber um einen Studienplatz bewirbt, sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man das wirklich möchte. Ein Auslandsstudium ist insgesamt eine tolle Erfahrung, fordert Selbstständigkeit und ein wenig Risikobereitschaft. Man weiß schließlich nicht was auf einen zukommt. Eines ist aber auch klar: es ist nicht für jeden etwas. Man kommt raus aus einer gewohnten Umgebung. Muss neue Freunde finden, was allerdings recht schnell geht. Sich an eine neue Kultur gewöhnen und letztlich mit der Sprache klar kommen. Um eine lange Geschichte kurz zu machen, alles ist NEU! Wir können euch, wenn ihr ernsthaft nachdenkt aber noch zweifelt, nur ermutigen, die Entscheidung liegt bei euch, sollte aber nicht aus dem Bauch heraus gefällt werden. Aber genug der Vorrede. Wollen wir einfach vorgehen wie in einem ökonomischen Modell: angenommen ihr habt euch entschieden nach St. Andrews gehen zu wollen. Was passiert dann bzw. was müsst ihr noch machen?

Zurück Hauptindex > Bewerbung
Zurück zum Hauptindex
<top>

Prof. Funke besuchen!

Nach eurer Entscheidung solltet ihr als erstes einmal Prof. Funke an der Uni Hamburg besuchen. Eventuell habt ihr das während eures Denkprozesses schon getan, dann geht einfach zum nächsten Punkt. Prof. Funke hat dieses Programm zusammen mit Prof. FitzRoy in St. Andrews ins Leben gerufen. Sämtliche Kontakte laufen über Prof. Funke. Es ist daher absolut notwendig ihn vor einer offiziellen Bewerbung zu kontaktieren. Die offizielle Bewerbung läuft später über UCAS. Dort muss die Bewerbung bis spätestens 15. Januar des Jahres des Studienanfangs eingehen. Frühestens allerdings ab 01. September des vorherigen Jahres. Beispiel:

Beginn des Studiums in St. Andrews September 2004
Frühester Termin der Einreichung der Unterlagen bei UCAS: 01. September 2003
Letzter Termin der Einreichung der Unterlagen bei UCAS: 15. Januar 2004

Im Herbst des vorherigen Jahres sollte man spätestens mit Prof. Funke einmal gesprochen haben und ihm seine Wünsche bzw. Absichten mitgeteilt haben. Das Programm hat hier in St. Andrews zwar keine offizielle Begrenzung, nichts desto trotz ist St. Andrews im Verhältnis zu Hamburg eine recht kleine Uni und hat daher nur begrenzte Kapazitäten.

Zurück Hauptindex > Bewerbung
Zurück zum Hauptindex
<top>

Bewerbung bei der UCAS

UCAS ist die Abkürzung für Universities & Colleges Admissions Service for the UK. Dies ist so etwas wie die Zentrale Vergabestelle (ZVS) für das UK. Eine Bewerbung für die St. Andrews muss über die UCAS erfolgen. Große Ausführungen an dieser Stelle bringen nichts. Das Bewerbungsverfahren ist selbsterklärend im Wesentlichen aber leider nicht weniger aufwendig als in Deutschland.
Wichtig an dieser Stelle ist nur: bei der UCAS Bewerbung wird die Frage nach einer gewünschten Universität gestellt, gebt hier auf jeden Fall nur St. Andrews an.
Ansonsten einfach das Formular ausfüllen. Ihr benötigt zwei Referenzen. Eine Referenz schreibt traditionell Prof. Funke. Dies tut er sicherlich gerne, ist aber auf der anderen Seite kein Muss. Die zweite Referenz müsst ihr euch bei einem Professor eurer Wahl in Hamburg oder auch woanders holen. Die Professoren kennen das Prozedere und sind nach eigener Erfahrung gerne behilflich - einfach fragen.
Nachdem ihr die Bewerbung ausgefüllt habt und alle erforderlichen Unterlagen beigelegt habt, schickt die Bewerbung direkt an UCAS inklusive der beiden Referenzen. Wer ein bisschen Pech hat, muss noch das eine oder andere nachreichen. Hier scheint es keinen Konsens zu geben. Bei den bisherigen Bewerbern gab es teilweise erneute Nachfragen, teilweise aber auch nicht. Lasst euch einfach überraschen. Alle Briefe von der UCAS einfach genau lesen und die Anforderungen erfüllen. Dabei nicht die Nerven verlieren.
Nach erfolgreichem Papierkrieg solltet ihr dann einen Bescheid bekommen, in dem euch ein Studienplatz in St. Andrews angeboten wird. Ihr braucht jetzt nur noch ja zu sagen und alles ist perfekt. Hier noch ein paar wichtige Links bezüglich der Bewerbung bei UCAS:

FAQ's for Students
Bewerbungsformular online anfordern
Liste aller Universitäten
UCAS Kursbuch für alle Unis

Zurück Hauptindex > Bewerbung
Zurück zum Hauptindex
<top>

Edmund Siemers Stipendium

Die Edmund Siemers Stiftung vergibt jedes Jahr ein Stipendium zur Unterstützung des Binationalen Studienganges. Das Stipendium beläuft sich auf EUR 2.556,46 (DEM 5.000) pro Jahr. Die Auszahlung im zweiten Jahr ist von den Leistungen im ersten Jahr in St. Andrews abhängig. Die Leistungen müssen durch das Einreichen der Noten am Ende des ersten Jahres zusammen mit einem Bericht der Edmund Siemers Stiftung nachgewiesen werden. Grundsätzlich sollte sich jede Kandidatin und jeder Kandidat für St. Andrews auch für das Stipendium bewerben. Es lohnt sich schließlich. Natürlich wird am Ende eine Auswahl getroffen, diese wird aber nicht ausschließlich anhand der vorherigen Noten gefällt. Viele andere Aspekte spielen ebenfalls eine Rolle. Die Bewerbung für das Stipendium muss an Prof. Funke gerichtet werden. Für die Bewerbung ist erforderlich:

Kopie des Vordiploms;
Nachweis der Englisch-Kenntnisse (durch TOEFL-Test);
Kopien der VWL Grundstudiums Scheine;
Angaben über die Finanzierung des Studiums in St. Andrews.

Es muss also in Vorbereitung auf die Bewerbung ein TOEFL-Test gemacht werden. Die Wortwahl ist etwas unglücklich, das Wort Test kommt schon in TOEFL vor. Dies ist der Test of English as a Foreign Language, der zur Zeit USD 110 kostet. Der Test kann in mehreren Deutschen Städten durchgeführt werden. Ihr informiert euch am besten selbst bei TOEFL. Auf der Homepage der Organisation wird auch eine gute Vorbereitung angeboten, falls das Schulenglisch etwas eingeschlafen ist. Der Test sollte aber sicher nicht die größte Hürde sein. Nicht vergessen, in Schottland wird auch Englisch gesprochen, wenn auch teilweise mit einem 'merkwürdigen' Dialekt.

Weitere Infos zum Edmund Siemers Stipendium findet ihr hier.

Zurück Hauptindex > Bewerbung
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Student-Halls

Die University of St. Andrews bietet insgesamt 12 Student Halls. Der Begriff 'Halls' ist etwas irreführend, es handelt sich zum Glück nicht um irgendwelche Schlafsäle. Teilweise aber tatsächlich um jugendherbergsartige Unterkünfte mit langen Gängen von denen zahlreiche Zimmer abgehen. Gemeinschaftsbäder sind der Standard. Es gibt aber auch zwei Häuserparks, in denen die Unterkünfte wie Reihenhäuser anmuten. Der Name sollte allerdings auch nicht zu viele Erwartungen wecken.
Grundsätzlich muss zwischen 'catered' und 'self-catered' unterschieden werden. Catered-Unterkünfte bietet die Universität neun. Dort bekommt man in der Regel dreimal am Tag essen (am Wochenende unter Umständen eigene Verpflegung) und ist somit an die Essenszeiten gebunden. Die Mieten liegen zwischen GBP 2.230,76 (Standard Zimmer exclusive der Früjahrsferien) und GBP 3.334,65 (Ensuite Zimmer, d.h. eigenes Badezimmer). Je nach Preis variiert natürlich auch der Komfort der Halls. Ob das Essen im Geschmack variiert und vor allem in der Qualität ist nicht evaluiert worden bisher. Das Essen ist für kontinental-europäische Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt schlecht, bestimmt aber als einfach zu bezeichnen. Aber man hat keinen Aufwand mit dem eigenen Kochen für eine Person.
Catered-Unterkünfte werden drei angeboten, zwei davon die besagten kleinen Häusersiedlungen. Die Preise für ein Jahr reichen hier von GBP 1.328,67 bis zu GBP 2.255,36 (Ensuite Zimmer). Hier gilt natürlich genau das Gegenteil: man hat den Vorteil der 'eigenen Küche' (ist vielleicht nicht bei jedem Hobbykoch ein Vorteil!) dafür aber den größeren Aufwand. Die Entscheidung ob catered oder nicht sollte jeder für sich ausmachen.

Weitere Tipps zu den Unterkünften für die neuen Studenten kann man leider nicht geben. Natürlich sind einige besser und andere etwas schlechter gelegen für das Economics Department, aber eine große Rolle spielt dies in einer kleinen Stadt ohnehin nicht. Der Vorteil auf der einen Seite kann auf der anderen ein Nachteil sein. Weit entfernt vom Economics Department heißt dicht dran an den Golfplätzen und den Sportstätten der Uni und umgekehrt. Leider können die neuen Studenten, wozu auch die Hamburger Studenten zählen, keine generelle Wahl für eine bestimmte Hall treffen (Ausnahme Ensuite, da gibt es nur zwei Halls, daher ist die Wahl relativ klar). Im zweiten Jahr in St. Andrews, also das vierte Studienjahr für die HamburgerInnen, sieht das etwas anders aus.

Und so bewerbt ihr euch.

Zurück Hauptindex > Unterkünfte
Zurück zum Hauptindex
<top>

Wohnungen in St. Andrews

Wer dem tollen Hall-Leben lieber die mehr oder weniger eigenen vier Wände vorzieht, kann sich in St. Andrews auch für eine Wohnung entscheiden. Aufgepasst, der Wohnungsmarkt ist voll von Nachfragern und das Angebot wird knapper - heißt: die Preise steigen. Anfang Oktober 2002 schrieb die Sunday Times:"The Prince Effekt". Zum ersten Mal wird ein Einfamilienhaus in St. Andrews für eine sieben-stellige Summe verkauft. Das sind immerhin mehr als EUR 1,6 Mio. Gut, ein Haus muss es ja nicht gleich sein, aber auch die Wohnungen sind nicht gerade günstig.
Für ein Zimmer in einer Wohnung muss man zwischen GBP 50,- und GBP 80,- pro Woche einkalkulieren. Der Standard der Wohnungen variiert, ist aber durch die Bank gut nach meiner Kenntnis. Eine tolle Wohnung in der Alt-Stadt, d.h. an einer der drei Hauptstraßen oder einer Stichstraße von denen, ist eben an der oberen Grenze. Etwas weiter weg aus dem Stadtkern oder außerhalb des Stadttores gibt es das Ganze dann etwas günstiger.
Wichtig beim Mieten einer Wohnung ist der Vertrag. Man sollte sich vorher Gedanken darüber machen, ob man die Sommerferien mitbezahlen möchte oder nicht. Es gibt durchaus Wohnungen, die von September bis Mai vermietet werden. Ist natürlich günstiger, aber man muss alle Sachen nach dem ersten Jahr wieder nach Hause schleppen. Alles in allem ist eine Wohnung aber auch nur schwer zu bekommen, daher empfiehlt sich ein solches Projekt eigentlich erst für das zweite Jahr. Schließlich ist es auch eine WG. Die meisten suchen bereits als Gruppe, da hat man aus dem Ausland kaum eine Möglichkeit.

Zurück Hauptindex > Unterkünfte
Zurück zum Hauptindex
<top>

Telefon

Das Telefon in den Halls
Jedes Zimmer in einer Hall ist mit Telefon ausgestattet. Einerseits natürlich toll, andererseits auch nicht ganz billig. Aber keine Sorge, es gibt ein paar Tipps. Anmelden braucht man sich nicht. Beim einschecken bekommt man sofort die Telefonnummer und ist ab sofort zu erreichen. Die offiziellen Nummern beginnen immer mit 0870-333-xxxx (wobei xxxx die vierstellige Zimmerdurchwahl ist). Inoffiziell gibt es aber auch eine andere Nummer - ein offenes Geheimnis in St. Andrews: 01334-42-xxxx.
Um Gespräche zu empfangen, intern wie extern, braucht man nichts zu machen außer auf einen Anruf zu warten. Um selbst die Initiative in die Hand zu nehmen, muss man sich bei Student Connect registrieren. Dies gilt nur für externe Gespräche. Innerhalb des Uni-Netzwerkes kann man kostenlos telefonieren und nutzt dazu nur die Durchwahl. Student Connect findet ihr im Old Union Building an der North Street direkt neben der Bibliothek (in dem recht verwinkelten Gebäude ist der Weg dann ausgezeichnet). Nach nur wenigen Formalitäten und dem Hinterlassen einer Kreditkartennummer (oder Switch-Card), könnt ihr das Telefon für externe Gespräche relativ bald nutzen (einige Stunden bis höchstens einen Tag später).
Nun noch ein paar vielleicht wichtige Infos. Das Telefonieren nach Hamburg oder insgesamt nach Deutschland ist von St. Andrews aus nicht gerade ein Schnäppchen. Die Kosten belaufen sich immerhin auf 16p (EUR 0,26). Viel günstiger ist es dagegen von Deutschland aus in St. Andrews anzurufen (Vorwahl Großbritannien lautet 0044). Die aktuell wohl günstigste Call-by-Call Vorwahl ist 01081 mit 2 Cent pro Minute.
Wahlweise besteht auch die Möglichkeit, eine Telefonkarte zu kaufen. Es funktionieren aber nicht alle. Nach Aussage von Student Connect hat das einen einfachen Grund. Das Telefonnetz kostet Geld, daher will man auch wenigstens eine kleine Gebühr kassieren. Einige der Telefonkarten wählen sich mit 0800-Nummern kostenlos in ein Netz ein. Damit verdient dann nur die Kartengesellschaft, nicht jedoch die Uni. Auch hier gibt es eine andere Möglichkeit, man kauft einfach eine Karte mit einer 0845-Nummer. Dabei kassiert die Uni pro Minute zwischen 1p und 2p. Das ist immer noch vernünftig, weil billiger als über die Uni direkt. Die von der Kartengesellschaft angegebenen Telefonkosten müssen dann natürlich um die genannten 1-2p nach oben korrigiert werden.
Bezüglich der günstigen Call-by-Call Vorwahlen kann man sich auf das 'Studentennetzwerk' verlassen. So etwas spricht sich immer 'rum, irgendjemand findet es raus und jeder nutzt es dann. Ohren offen halten und aus eigenen Infos eben auch kein Geheimnis machen.

Das Telefon in den Wohnungen
Soweit mir bekannt ist, sind wohl alle Wohnungen mit mindestens einem Telefon ausgestattet. Auf das eigene Telefon im Zimmer müssen die meisten Bewohner in diesem Fall aber wohl verzichten. Bezüglich der Kosten versagen bei mir die Informationen, weil es erheblich vom Anbieter abhängt. Die British Telecom Preise sind durch die Bank noch höher als im Uni-Netzwerk, aber es kann auch andere Anbieter geben. Hier sollte man sich einfach vorher genau informieren. Das Internet bietet sicher viel Aufschluss. Telefonkarten sollten alle funktionieren, jedenfalls sind mir keine Einschränkungen bekannt.

Zurück Hauptindex > Unterkünfte
Zurück zum Hauptindex
<top>

Computer/Laptop

Das Lan-Netzwerk der Uni
Der Computer ist das wohl sinnvollste Tool für ein Studium. Im Gegensatz zu Hamburg (mit ein wenig Glück hat sich das in den letzten zwei Jahren vielleicht geändert) gibt es in St. Andrews viele Computer zur öffentlichen Nutzung. Diese können für Essays, Emails oder zur Informationsbeschaffung aus dem Internet genutzt werden und sind für jeden Studenten frei zugänglich. Mindestens seit dem Studienjahr 2001/2002 kann man fast immer einen freien Computer finden. Auch Drucker sind ausreichend vorhanden, die genutzt werden können.
Die Uni stellt ein LA-Netzwerk (LAN) zur Verfügung. In meinem ersten Jahr gab es dabei das eine oder andere Netzwerkproblem, aber das scheint in diesem Jahr behoben worden zu sein. Die Geschwindigkeit ist anständig. Gewünscht wird natürlich, dieses Netzwerk nur für Studienzwecke zu benutzen. Nun gut, klar wird das gewünscht, aber man hat keine andere Möglichkeit ein Netzwerk zu benutzen. Private Mails werden natürlich dort geschrieben und auch nicht studentische Informationen eingeholt. Was allerdings seit 2002 nicht mehr funktioniert ist File-Sharing. Damit wurden dann aber auch erhebliche Netzwerkkapazitäten freigesetzt und jeder profitiert von der Schnelligkeit.

Resnet
In den Halls kann man seinen Computer oder Laptop an das LAN anschließen. Dies heißt dann 'Resnet' für 'Residential Network'. Die Kosten betragen pauschal GBP 50,- für ein ganzes akademisches Jahr. Es ist demnach fast geschenkt. Bezüglich der Emails funktionieren viele Programme, z.B. auch die Standard Windows Programme Outlook und Outlook-Express sowie Netscape. Offiziell unterstützt werden diese Programme allerdings nicht. Das heißt der IT-Helpdesk gibt keine offiziellen Statements zu irgendwelchen Problemen ab. Gut, offiziell nicht, aber bisher hat sich gezeigt, dass sie bei Problemen doch helfen. Wer aber etwas eingefuchst ist wird keine großen Schwierigkeiten haben. Außerdem gibt es auch WG-Mitbewohner. Wie funktioniert Resnet?

In den Wohnungen
Die Bewohner in den Wohnungen können natürlich ihre Computer benutzen. Wie das allerdings mit dem Internet funktioniert ist unterschiedlich. In den meisten Wohnungen gibt es nur ein gemeinsames Telefon und daher meistens kein großartiges Internetvergnügen. Vereinzelt mag das anders sein, meine Erfahrungen in diesem Bereich sind nicht sehr ausgeprägt. Fragen!

Zurück Hauptindex > Unterkünfte
Zurück zum Hauptindex
<top>

Fazit zu den Unterkünften

Zusammenfassend lässt sich nur sagen: alles hat seine Vor- und Nachteile. So ist es auch mit der Unterkunft in St. Andrews. Die Halls sind relativ günstig, das Essen unter Umständen etwas schlechter (bei Self-Catered hängt dies natürlich von den eigenen Kochkünsten ab) eignen sich aber sehr gut für Kontakte.
Die Wohnungen sind im Gegensatz etwas komfortabler und gemütlicher aber auch teurer. Außerdem ist im ersten Jahr nur schlecht an eine heranzukommen. Wartet am besten das erste Jahr zunächst ab. Dann könnt ihr euch auch eine eigene Meinung bilden.

Zurück Hauptindex > Unterkünfte
Zurück zum Hauptindex
<top>

Der Flug

Die vielleicht bequemste Art und Weise nach St. Andrews zu kommen und vor allem auch die schnellste ist ein Linienflug. Aber hierbei gibt es zahlreiche Möglichkeiten.
Erstens eine 'normale' Fluggesellschaft wie Lufthansa oder British Airways. Abflug von Hamburg oder natürlich jeder größeren Stadt in Deutschland bis Edinburgh oder Glasgow. Zu empfehlen ist in diesem Fall Edinburgh, weil die anschließende Busreise kürzer ist. Die Kosten betragen zwischen 250 und 350 Euro je nach Tag und Zeit. Wer mehr bezahlt ist selber Schuld. Buchen kann man über jedes Reisebüro, dort wird man aber eher den höheren Preis bezahlen. Im Internet gibt es Angebote die wohl fast jeder kennt (siehe unten).
Zweitens gibt es die 'Billigfluglinien' wie Ryan Air oder Easyjet oder Go oder oder oder. Da gibt es inzwischen reichliche Auswahl. Das Angenehme ist der Preis, das weniger Angenehme meistens die Bedingungen und der Ankunftsort. Ryan Air fliegt nach Glasgow Prestwick. Das ist genauso viel Glasgow, wie Lübeck Hamburg ist - überhaupt nicht. Die Reise von Prestwick nach St. Andrews dauert noch einmal vier bis fünf Stunden.
Jeder muss für sich entscheiden, ob der günstigere Preis die längere und umständlichere Reise Wert ist. Die Anreise mit Lufthansa von Hamburg nach St. Andrews dauert ca. 6 bis 7 Stunden je nach Anschlussflug in London und Bus- bzw. Zugverkehr nach St. Andrews. Mit Ryan Air kann diese Zeit bis zu 24 Stunden anwachsen. Für gewöhnlich schafft man es aber in 15 bis 16 Stunden.

Von Edinburgh nach St. Andrews.
In Edinburgh angekommen gibt es drei Möglichkeiten. Bus, Zug oder Taxi. Ein Taxi kosten ca. GBP 90,- und fährt einen vor die Tür. Eventuell findet man Leute zum Teilen. Der Bus kostet ca. GBP 7,- für eine Fahrt. Plus man muss zum St. Andrews-Square in Edinburgh kommen. Dorthin fährt ein Shuttle-Bus vom Flughafen, der noch einmal GBP 5,- kostet. Der Bus von Edinburgh fährt ca. 2,5 Stunden (es ist die Linie X59. ). Oder man nimmt den Shuttle-Bus zum Hauptbahnhof, löst dort ein Ticket nach Leuchars und steigt dort in ein Taxi. Der Zug nach Leuchars kostet ca. GBP 15,- und das Taxi von dort ca. GBP 10,-. In meinen Augen ganz verwegene können auch noch einen Bus von Leuchars aus nehmen. Der ist sicher einiges billiger als das Taxi aber die Fahrt streckt sich erheblich und der Komfort bei diesen kurzen Strecken auf der Insel ist gleich Null. Kleiner Tipp: ein Bus von dort lohnt sich nicht.

Von Glasgow nach St. Andrews.
In Glasgow angekommen gibt es nur zwei Möglichkeiten, das Taxi scheidet aus. Der Bus kostet wohl ca. GBP 10 pro Strecke und ist mit umsteigen verbunden. Plus man muss zur Buchanan Station vom Flughafen kommen. Ich habe das selbst noch nicht gemacht und habe daher auch keinen Tipp. Wahrscheinlich gibt es auch hier einen Shuttle-Bus. Der Bus von Glasgow fährt fast drei Stunden mit einmal umsteigen (es ist die Linie X24. ). Oder man fährt zur Queen Street Station, löst dort ein Ticket nach Leuchars und steigt in Edinburgh um. Wenn man Glück hat, kann man auch einen durchgehenden Zug erwischen. Einfach fragen.

Von Prestwick nach St. Andrews.
Im Grunde ist dies wie die Strecke von Glasgow nach St. Andrews nur, man muss erstmal nach Glasgow kommen. Ist aber nicht weiter schwer. Es gibt einen Bus von Prestwick nach Glasgow aber vergesst es. Geht vom Flughafen Prestwick einfach zum Bahnhof Prestwick (folgt dem Schild 'Trains') und fahrt nach Glasgow Central Station. Mit der Ryan Air Boardkarte kostet der Zug übrigends nur die Hälfte. In Central Station angekommen müsst ihr umsteigen. Central Station ist der Bahnhof für die Züge auf der Nord-Süd Achse. Ihr müsst nun aber für St. Andrews auf die Ost-West Achse. Also, Central Station raus und nach unten auf die Straße. Wenn ihr unten rauskommt, geht ihr nach links und folgt der Straße immer geradeaus bis diese einen Knick nach links macht. Ihr geht auch nach links. Dann weiter geradeaus. Nach einem kurzen Fußmarsch kommt ihr an der Queen Street Station an. Der Fußmarsch dauert ca. 15 Min. Wenn ihr nach dieser Zeit noch nicht das Schild Queen Street Station lesen könnt, braucht ihr entweder eine Brille oder habt euch in Glasgow verlaufen. Das ist der Punkt wo ihr fragen müsst. Von der Queen Street Station geht es dann weiter wie oben beschrieben. Natürlich könnt ihr von hier auch wieder einen Bus nehmen, aber das Ryan Air Ticket gilt auch für die nächste Fahrt und bringt 50% Ermäßigung. Die Weiterfahrt mit dem Zug lohnt sich also.

Links zu einigen Travel-Sites:
- Sta-Travel - Studentenpreise
- Flug.de
- Travelocity
- Opodo


Zurück Hauptindex > Anreise
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Fähre

Wer einen Wagen zur Verfügung hat, ist vielleicht ein wenig besser dran als die Flieger. Nicht weil es unbedingt billiger ist oder schneller geht, aber weil das Gepäck keine so große Rolle spielt. Möglichkeiten um mit der Fähre nach St. Andrews zu kommen gibt es einige. Cuxhaven-Harwich, Rotterdam oder Seebrugge -Hull, Amsterdam-Newcastle oder Seebrugge-Edinburgh.
Einzelheiten will ich hier nicht aufführen, sie ändern sich zu schnell und ich bin sowieso keine Reisbüro. Hier nur die Gesellschaften zu den einzelnen Routen, im Internet sollten sich alle schnell finden lassen:

- Cuxhaven-Harwich: DFDS-Seaways (Wegen Reparaturarbeiten ist der Fährverkehr von Nov. 2002 bis Apr. 2003 eingestellt. Wie man mir sagte ist es wahrscheinlich, dass die Route insgesamt eingestellt wird.);
- Rotterdam-Hull: P&O Nedlloyd;
- Seebrugge-Hull: P&O Nedlloyd;
- Seebrugge-Edinburgh: SuperFast Ferries.

Werbung für die eine oder andere lohnt sich nicht, denn wie so oft haben alle ihre Vor- und Nachteile und diese hängen natürlich auch vom Wohnort in Deutschland ab. Logischerweise ist die Ankunft in Edinburgh einfach traumhaft und das ist die Wahrheit. Die Fähre fährt durch die Forth-Mündung unter der Forth-Bridge hindurch, zur linken Hand Edinburgh zur frühen Morgenstunde und gen Nord-Westen sieht man im Morgendunst die Highlands. Ein toller Vorgeschmack auf Schottland. Außerdem ist von dort die Anfahrt nach St. Andrews nur kurz. Nach einer knappen Stunde ist man mit Sicherheit angekommen. Noch ein Vorteil hat das Ganze: wenn man sich etwas vor dem links-Verkehr fürchtet muss man nicht gleich eine längere Überlandfahrt machen, sondern kann sich bei einer relativ kurzen Strecke daran gewöhnen.

Zurück Hauptindex > Anreise
Zurück zum Hauptindex
<top>

Der Eurotunnel

Wie vielleicht bekannt haben sich vor ein paar Jahren ziemlich viele Leute unter die Erde begeben und haben einen Tunnel unter dem Ärmelkanal gegraben. Dieser führt von Calais in Frankreich nach Dover auf der Insel. Er wird hier im Wesentlichen aufgelistet, weil es eine Möglichkeit ist und wer im Süden wohnt und von dort aus nach St. Andrews startet, vielleicht nicht einmal eine schlechte. Aber man sei gewarnt, die Anfahrt auf der Insel ist ziemlich lang. Viel weiter südlich als Dover kommt man in Großbritannien nicht und St. Andrews ist schon recht weit im Norden. Aber jeder kann das selbst entscheiden.
Nur noch ein kleiner Tipp, nach allem was ich weiß ist der Tunnel recht teuer. Wenn man sich für diese Strecke entscheidet, ist vielleicht der Gedanke an eine Fähre sehr wertvoll. Praktisch über dem Tunnel fährt eine P&O Nedlloyd Fähre, vielleicht auch andere, weiß ich aber nicht. Die Fahrzeit ist recht kurz und die Preise sollen wesentlich niedriger sein.

Zurück Hauptindex > Anreise
Zurück zum Hauptindex
<top>

Der Bus

Noch vor gar nicht all zu langer Zeit hätte ich gesagt: nur Verrückte nehmen einen Bus nach England! Ich entschuldige mich, wenn ich damit jemandem vor den Kopf stoße. Nun kenne ich so jemanden und muss meine Aussage sowieso revidieren. Aber ich will es so ausdrücken: diese Möglichkeit steht hier nicht umsonst an letzter Stelle.
Eurolines ist ein Konsortium vieler Busgesellschaften, die alle möglichen Länder anfahren. Es gibt auch eine Verbindung Deutschland-Edinburgh. Von Hamburg aus kann man leider nicht direkt fahren, aber wohl einen Zubringerbus benutzen. Die Fahrzeit ist mir unbekannt und auch sonst weiß ich nicht viel, weil ich immer so lachen musste, wenn ich die Geschichte gehört habe. Witzig ist nämlich, eine Hin- und Rückfahrt von Hannover nach Edinburgh kostet zur Zeit EUR 142,- für Studenten und damit in vielen Fällen mehr als ein Ticket von Ryan-Air.
Aber Spaß bei Seite, ich fand es zwar wirklich irgendwie witzig, dennoch gibt es natürlich auch hier Vorteile und außerdem ist es Geschmackssache. Die Vorteile: man kann zwei Koffer mitnehmen und hat also auf jeden Fall kein Gepäckproblem; zweitens und unschlagbar ist die Umweltfreundlichkeit. Die Möglichkeit mag individuell in Anbetracht der Zeit vielleicht nicht sehr ökonomisch sein, aber gesellschaftlich kann sie sich rechnen. Dies ist aber ein anderes Thema und jeder angehende VWL-Student kann selbst darüber nachdenken - denkt mal an eure Nutzenfunktion.

Zurück Hauptindex > Anreise
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Societies

Das studentische Leben in St. Andrews wird zumindest teilweise von den zahlreichen Societies vor Ort bestimmt. Zu Beginn eines akademischen Jahres, in der sogenannten Freshers Week, gibt es Society Fair, auf dem sich viele, wenn nicht gar alle Societies vorstellen. Man hat dort die Möglichkeit die Society grob kennenzulernen und wenn man bereits zu irgendetwas fest entschlossen ist, kann man auch beitreten.
Die Societies erstrecken sich in alle Lebensbereiche: Wissenschaft, Politik, Kultur, Sport, Freitzeit und Gesellschaft. Die Aufzählung hier soll keine Rangfolge darstellen. Keine Society ist besser als die andere, von keiner Art gibt es mehr als von einer anderen. Ob und wann man beitreten möchte hängt einzig und allein von den persönlichen Vorstellungen ab.
Der geringe Beitrag zu den Societies ist für jeden Studenten erschwinglich. Die Höhe wird von den Societies festgelegt und richtet sich nach deren Bedürfnissen. Einen Überblick über einige Societies bietet die folgende Homepage: YourUnion.net. Die Seite ist noch im Aufbau (Dezember 2002) und wird regelmäßig aktualisiert. Dort lassen sich auch zahlreiche Links zu den Society Homepages finden. Dort noch nicht zu finden ist die inzwischen neugegründete Economics Society. Über die könnt ihr euch unter www.cwgroup.org.uk informieren.
Sich weiter über die Societies an dieser Stelle auszulassen, ist nicht sehr gewinnbringend, weil die Interessen einfach zu unterschiedlich sind. Lasst euch aber gesagt sein, dass man in St. Andrews den meisten Hobbies im Rahmen einer Society nachgehen kann. Man ist also nicht auf sich alleine gestellt, sondern kann leicht Anschluss und neue Freunde mit gleichen oder ähnlichen Interessen finden. Für Fragen zu bestimmten Societies schaut zunächst auf die o.g. Homepage oder fragt mich einfach. Ich kenne natürlich auch nicht alle, habe aber schon von vielen gehört. Ansonsten hilft natürlich auch einfachen 'Search' auf der Uni-Homepage.
Neben dem eigentlichen Zeitvertreib eignen sich die Societies auch für den Lebenslauf. Einer der Hauptgründe für hiesige Studenten. Jede Society hat ein Kommitee aus einem Präsidenten, einem Vize-Präsidenten und weiteren Mitlgiedern (Schatzmeister, Organisation etc.). Ein Engagement in diesen Kommitees ist sehr beliebt für den Lebenslauf. Bei einer späteren Bewerbung kann dies unter Umständen ausschlaggebend sein. Es zeugt von Engagement, Motivation, Teamfähigkeit und vieles mehr. Darüber hinaus kann man unter Umständen wirklich persönlich etwas von dieser Arbeit mitnehmen. Dass hängt natürlich im Wesentlichen von der Society ab, wie ernsthaft das Ganze wirklich genommen wird und was einfach nur Show ist. Ihr könnt das leider nur selbst herausfinden.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Pubs

In St. Andrews gibt es viele Pubs, Bars und Restaurants. Je nachdem zu welcher Kategorie die einzelnen Etablissements gezählt werden, gibt es natürlich auch unterschiedliche Ergebnisse. Nach einem Artikel auf www.morgenweb.de ist St. Andrews mit 24 Pubs und 16.000 Einwohnern der Ort mit der größten Kneipendichte nördlich der Düsseldorfer Altstadt. Ich zähle 19 Pubs, die ich für erwähnenswert halte. Es gibt noch eine Reihe mehr und es gibt noch ein paar Hotelbars, die unerwähnt bleiben.
Die Pubs haben unter der Woche, d.h. Montag bis Donnerstag (und Sonntag) in der Regel bis 0:00 Uhr geöffnet. Im Wechsel haben auch in der Woche einige bis 1:00 Uhr auf. Für Freitag und Samstag trifft das auf alle Pubs zu. 1:00 Uhr ist nun mal die Sperrstunde hier, da gibt es nichts zu jammern - außerdem kann man, wenn man es darauf anlegt, mindestens am Wochenende sicher auf einer privaten Party landen. Immer schön die Augen und Ohren offen halten und im Notfall einer größeres Gruppe folgen sollte sich nichts ergeben haben.
Für die Pubs habe ich mal eine kleine 'Datenbank' erstellt, die jeder von euch mit seinen eigenen Kommentaren füllen kann. Ihr benötigt Microsoft Excel, um die Datei beschreiben zu können. Wenn ihr eigene Kommentare einfügen wollt und eure Meinung mit den späteren St. Andrews Studenten teilen wollt, speichert die Datei auf eurer Festplatte und schickt mir eine Kopie, dann aktualisiere ich die Datenbank von Zeit zu Zeit. Eine Art Gästebuch mit Direkteintrag auf meiner Homepage ist leider nicht möglich. Wenn ihr kein Excel habt, könnt ihr die Datei leider nur ansehen mit Acrobat Reader.

Pub-Datenbank.xls

Nur lesen: Pub-Datenbank.pdf

Es folgt noch ein grober Wochenplan:

Montag: der Abend wird von vielen Societies genutzt
Dienstag: wie auch immer
Mittwoch: Pubs, viele haben Happy Hour oder Societies; Nachts Bus vor der Union zur Disco in Dundee
Donnerstag: schon einige Pubs haben bis 1:00 Uhr geöffnet
Freitag: Bop - wer's mag (siehe auch Union) oder eben Pub und anschließend Party
Samstag: wie sonst auch - Pub und Party
Sonntag: man braucht auch Ruhe

Das sind wohlgemerkt nur die einfachsten Möglichkeiten, um sich unter das Volk zu mischen, fast alles andere ist möglich und natürlich auch erlaubt.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Kultur

Auch wenn St. Andrews nur ein kleiner Ort ist, wird durch das lebendige Gestalten des Lebens auch Kultur geboten. Einen Teil bieten die Societies mit ihren Veranstaltungen und ein Teil wird von der Stadt bzw. Gemeinde geboten. Der Kulturtreffpunkt ist sicher das Byre Theatre. Das Theater hat erst vor zwei Jahren eröffnet und ist die einzige Bühne in St. Andrews, die teilweise professionelles Theater bietet. Darunter werden auch alte englische Klassiker wie Shakespeare aufgeführt. Nur weil das Byre aber das einzige Theater ist, dass professionelle Arbeit anbietet, heißt dies nicht, dass anderes schlecht ist. An dieser Stelle einmal ernsthaft, das Wort 'professionel' bedeutet, die Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt damit. Die studentischen Gruppen tun das nicht sind aber soweit ich sie gesehen habe sehr zu empfehlen.
Insbesondere die 'German Play Group' führt einmal im Jahr ein deutsches Stück auf. Die Schauspieler sind Studenten, teilweise Deutsche, teilweise aber auch Deutsch-Studenten. Womit das erste das zweite natürlich nicht ausschließt.
In der Younger Hall finden regelmäßig Konzerte statt. Insgesamt ist es manchmal problematisch mit den Informationen, wenn man nur ein 'Hobby-Kultureller' ist. Ich gehe zum Beispiel ganz gerne mal in ein Theater, wenn ich durch Zufall über ein interessantes Stück stolpere, bin aber kein regelmäßiger Besucher. Ich sorge mich also auch nicht regelmäßig um neue Infos. Vieles, nein, eigentlich alles spricht sich in St. Andrews rum, vor allem ein schlechter Ruf, aber Dinge, die vielleicht wichtiger sind, die brauchen häufig etwas länger und so erfährt man es manchmal zu spät. Wer es aber darauf absieht regelmäßig Konzerte oder Aufführungen zu besuchen, der wird seine guten Informationsquellen finden. Es bleibt nochmal festzuhalten: St. Andrews bietet eigentlich alles, manchmal aber nicht offensichtlich. Doch wer sucht, der wird auch finden.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Bälle

Eines ist sicher, wer 'gehobene Parties', manchmal auch 'Ball' genannt, mag, der sollte einen Anzug im Gepäck nicht vergessen. Wer es darauf anlegt kann vom Anfang bis zum Ende des akademischen Jahres fast jedes Wochenende auf einen Ball gehen. Fast jede Hall und viele Societies machen einen Ball, auf dem natürlich auch immer Gäste zugelassen sind. Meistens zahlt man als Gast, d.h. man kommt aus einer anderen Hall oder ist nicht Mitglied der Society, ein paar Pfund mehr. Ist aber nicht weiter schlimm. Auf den Bällen wird häufig am Anfang traditioneller Ceilidh getanzt und zu späterer Stunde geht es in eine Disco über oder auch in eine wilde Party, hängt ganz von den Leuten, dem Ort und der Größe ab. Die Mädchen tragen immer Ballkleider und das alleine ist sicher schon ein guter Grund, um einen Ball zu besuchen. Die Jungs werfen sich in Smokings oder traditionellen Kilt (kann man leihen). Ein schwarzer Anzug und Fliege ist auch in Ordnung. Die großen Bälle (New Hall Ball, David Russell Hall Ball sind Verhältnismäßig legerer, eben eher gehobene Parties als wirkliche Bälle).
Die Saison startet traditionell mit dem Kate Kennedy Club Opening Ball und endet mit dem Kate Kennedy Club Mai Ball. Dies sind zwei der traditionsreichsten, feinsten und es wäre nicht der Kate Kennedy Club wenn es nicht auch die teuersten Bälle wären. Tickets gibt es zwischen GBP 60 und GBP 90. Dabei sind die Getränke für den gesamten Abend inclusive. Wahlweise kann man ein Limousinen- oder gar Helikopter-Ticket kaufen für den angemessenen Auftritt kaufen. Wer darauf keinen gesteigerten Wert legt, fährt halt mit dem Pöbel im Bus und das für GBP 60. Schnäppchen? Entscheidet jeder selbst. Die Preise der anderen Bälle beginnen bei GBP 10. Teilweise gibt es Essen, teilweise sind Getränke enthalten. Der Ticketverkauf findet fast ausschließlich unter anderem vor der Bibliothek statt. Wer regelmäßig dort ist, wird keinen Ball verpassen, wenn er nicht möchte.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Die Union

Die Union ist der zentrale Ort der Uni für alle möglichen Studentenangelegenheiten. Sie befindet sich auf der Market Street und ist dort durch ihr leider nicht so hübsches Aussehen auch nicht zu verfehlen. Grundsätzlich bietet die Union einen gut sortierten Buchshop im Erdgeschoss, der allerdings auch nicht alles hat und nicht immer am billigsten ist. Man sollte auf jeden Fall die Amazon Site besuchen oder Buchshops mit gebrauchten Büchern direkt in St. Andrews. Aufgepasst: in UK gibt es keine Buchpreisbindung, Vergleichen lohnt sich. Außerdem gibt es im Erdgeschoss eine Mensa und am Nachmittag auch eine Bar. Die Preise sind studentisch, das Essen dafür aber auch nicht umwerfend. Das ist aber natürlich Geschmackssache. Weiter befinden sich im Erdgeschoss zwei Veranstaltungsräume, die Freitags für den Bop genutzt werden. Der Bop ist die Disco St. Andrews. Günstig, laute Musik, Alkohol und viele Möglichkeiten mit dem anderen Geschlecht in Berührung zu kommen. Allerdings, als Deutscher Student mit 23, 24 oder gar 25 Jahren ist man fast der Alterspräsident bzw. -präsidentin. Jeden Tag gibt es einen kleinen Verkaufsstand in der Lobby der Union. Manchmal mit CD's, manchmal Poster, manchmal mehr oder weniger eigenartige Kunst oder sonstige Sachen.
Die weiteren Geschosse bieten studentische Anlaufpunkte wie den Student Help Service, der kompetent Rat und Unterstützung bietet. Ich habe wenig eigene Erfahrung damit, habe aber nur gutes darüber gehört. Für jeglich Art von Problemen, Problemchen, Kummer und Sorgen gibt es dort ein offenes Ohr und vor allem Hilfe. Der University Travelservice ist ebenfalls dort zu finden und für jede Reise einen Besuch wert. Manchmal unglaublich was die für Preise finden. Außerdem gibt es noch weitere Veranstaltungsräume für kleinere Aktivitäten unter der Woche. Auf der Universitäts-Emailadresse erhält jeder Student jede Woche eine Art Newsletter mit den kommenden Veranstaltungen.
Nicht zuvergessen Bess. Ein kleiner Laden am Anfang der Union (Zutriff von außen). Dort gibt es alles Rund um Papier, Schreibartikel und Ordner zu angemessenen Preisen. Außerdem die FT für 20p - billiger als jedes Abo. Der Laden ist ebenfalls der Verkaufsort für offizielle St. Andrews Pullover, Jacken, Shirts etc.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Traditionen

Traditionen gibt es viele in St. Andrews. Einige sind witzig, einige Arten etwas aus. Auch hier gilt: ausprobieren und sich eine eigene Meinung bilden. Was der eine mag, kann der andere eben nicht leiden.

Raisin Weekend:
Das Raisin Weekend ist sicher eine größten Traditionen an der Uni. Es dreht sich um das sehr lebendige Leben der 'akademischen Familien'. Traditionell wurden Studenten im ersten Jahr von Studenten aus dem dritten oder vierten Jahr 'an die Hand' genommen und in das Studenten Leben in St. Andrews eingeführt. Nach gut der Hälfte des ersten Semester wurden die 'Freshers' dann ins 'Erwachsenen Leben' entlassen. So sieht es die Tradition. Ob das Raisin Weekend etwas mit erwachsen werden zu tun hat - seht selbst:

Raisin Weekend Page
Raisin Weekend 1999
Raisin Weekend - The Sinner

Und das sind nur einige Beispiele. Eine sehr sehr kleine Galerie gibt es auch hier. Am Raisin Sunday (der Sonntag der 9. Woche des ersten Semesters im akademischen Jahr) finden traditionelle Zusammenkünfte statt, die einen bestimmten Ablauf für die akademischen Kinder und Eltern haben. Abends gibt es eine Party oder einen Pub-Crawl und am Raisin Monday um 12:00 Uhr eine Rasierschaumschlacht auf dem Quad. Aus den traditionellen Rosinen, die den akademischen Eltern früher überreicht wurden, ist mindestens Rotwein geworden (immerhin, hat schließlich was mit Trauben zu tun) oder andere 'nützliche' Geschenke zum Trinken. Tatsache ist, Raisin Weekend ist für jedermann lustig, so lange nichts ernsthaftes passiert und dass in der Vergangenheit ernsthaftes passiert ist, davon gibt es reichliche Geschichte. Einige vielleicht mit viel Phantasie ausgeschmückt, einige aber sicher auch nicht. Wenn man es das erste Mal erlebt hat, glaubt man auf jeden Fall mehr Geschichten als vorher. Fakt ist: Party gibt es überall und wer Lust hat ist dabei. Der folgende Link sei dazu gedacht, um nicht als wilder Party-Aufrufer dazustehen. Jeder muss es selber wissen und alt genug sollten eigentlich alle sein.

Raisin Weekend Page der Union

Und eines noch zum Schluss. Ein Economics Prof. sagte an einem Raisin Monday in der Vorlesung: 'Nicht jedes Jahr, aber so alle zwei oder drei Jahre sollte etwas richtes Ernstes beim Raisin Weekend passieren - naja, man muss ja nicht gleich den Tot wünschen aber... - dann würden die Studenten ganz von alleine vernünftig werden.'(nicht wörtlich wiedergegeben) - Tja, soviel zum Ansehen des Raisin Weekends bei einzelnen Lehrkörpern, als ob die nie Studenten waren.

Castle Ceilidh
Der Caslte Ceilidh findet jedes Jahr Anfang Mai im Castle in St. Andrews statt. Der Tanz wird von vielen besucht: Universitätsangehörigen, St. Andrews Bewohnern und Touristen. Organisiert von der St. Andrews University Celtic Society findet dieses traditionsreiche Unternehmen schon seit Jahren statt.

May Dip
Der May Dip findet am 01. Mai um 4:00 Morgens am kleinen Strand vor dem Castle statt. Am Strand? Ja, richtig gelesen. Es handelt sich beim May Dip um ein Bad in der Nordsee. Ist doch nur etwas für die 'totally mentally insane' - keineswegs. Zugegeben ich war noch nicht dabei, aber nach allem was man hört turnen da nicht nur besoffene Vollidioten 'rum (obwohl man sich nur schwer vollstellen kann, wie man das Bad in der Nordsee zu dieser Jahres- und Nachtzeit ohne Alkoholeinfluss überstehen soll), sondern es gibt auch wahre Frühaufsteher, die dieses Fest nicht verpassen wollen.
Worum geht es denn? Die Nacht vom 30. April auf den ersten Mai (auch Walpurgisnacht oder Beltanenacht) feiert die Begrüßung des Frühlings. In dieser Nacht geht die Sonne eine innige Verbindung mit der Erde ein, die nun wieder fruchtbar wird und auflebt. Dies gilt auch für die Menschen (wer weiß dies nicht im Frühling bei sich selbst zu beobachten). Die unbeschwerte Zeit des Jahres beginnt und das soll ausführlich gefeiert werden. Die Kelten zündeten hierzu ein Bel-Fire an, benannt nach dem Sonnengott der Kelten, Bel. Ursprünglich wurde dieses Feuer wohl aus neun heiligen Hölzern der Kelten geschürt.
Heilige Hölzer werden in St. Andrews heute nicht mehr verwendet aber der (zwar nicht kalendarische) Beginn des Frühlings ist sicher eine fröhliche Feier wert. Warum man dazu bei Sonnenaufgang in die Nordsee springt? Ich habe keine Ahnung, vielleicht damit das Feuer überhaupt Sinn macht. Fest steht: der Sprung in die Nordsee ist keine keltische Tradition soweit ich weiß, sondern von den Studenten in St. Andrews 'erfunden' worden. Am späteren Lagerfeuer bei Gesang und vielleicht einem kleinen Whiskey zum Aufwärmen kommt sicher trotzdem Gemütlichkeit auf.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Kirche

St. Andrews, benannt nach St. Andreas, dem zweiten Jünger Jesus', ist seit dem 11 Jh. das religiöse Zentrum Schottlands. St. Andreas ist gleichzeitig der Schutzheilige Schottlands (auch Russlands und Griechenlands) und Vorbild im Glauben. St. Andrews ist christlich und dabei mehrheitlich evangelisch. Man hat keine Schwierigkeiten eine evangelische Kirchengemeinde zu finden, als katholischer Christ ist die Auswahl nicht mehr groß, aber es bieten sich immer noch Möglichkeiten, z.B. bei der katholischen Gemeinde der Universität.
Die Katholiken mögen mir verzeihen, wenn ich nun mehr auf Evangelische Gemeinden eingehe, ich kenne sie einfach besser (vielleicht hat ja einer der nachfolgenden Studenten Lust ein paar Zeilen aus katholischer Sicht zu verfassen).
Die St. Salvators Chapel (sprich: salveitor) ist die Universitätskapelle und direkt an der North Street zu finden. Jeden Sonntag um 11:00 Uhr findet während des Semester der Universitäts Gottesdienst statt. Im Anschluss an den Gottesdienst findet der traditionelle Pier-Walk statt. Die Kapelle ist auch architektonisch sehr interessant.
Man muss bei den Kirchen genauer unterscheiden zwischen baptistisch, presbyterianisch und bischöflich (episkopal). Eine Baptisten Kirche ist in St. Andrews zu finden sowie auch eine Episkopal Kirche. Die staatliche Kirche Schottlands ist allerdings presbyterianisch und diese Richtung ist daher auch am häufigsten anzutreffen. Aus eigener Erfahrung kann ich die St. Leonards Parish Church wärmstens empfehlen. Die Gottesdienste sind bereichernd. Die St. Leonards Church bildet eine Union mit der St. Salvator Chapel. Der Gottesdienst am Sonntag findet um 11:15 Uhr statt.

Eine Liste aller Kirchen in St. Andrews.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Sonstiges

Es bleibt sicher noch viel zu sagen, einiges wird in der Zukunft noch nachgetragen und einiges wird auf dieser Site nie das Licht des World-Wide-Web erleben. Doch es gibt noch ein paar wichtige Dinge, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Sport
Für den sportlichen Ausgleich kann reichlich gesorgt werden. Erwähnt werden sollen hier nur noch einmal die zahlreichen Societies, in denen hauptsächlich das sportliche Leben stattfindet. Ohne Society können die Links, die sechs Golfkurse St. Andrews, besucht werden. Die Golfkurse gehören zu den traditionsreichsten der Welt und auf jeden Fall zu den ältesten. Auch der weithin bekannte Old Course kann mit dem Studenten-Ticket für wenig Geld regelmäßig bespielt werden.
Ein Fitness-Studio steht in der Sportshall zur Verfügung. Dort gibt es Zehner-Karten, die die ganze Sache erschwinglich machen. Der Komfort von manchen deutschen Fitness-Studios wird zwar nicht geboten, aber wozu braucht man den beim Sport treiben? An den East-Sands, gleich neben Albany Park, gibt es das East-Sands Leisure Center. Ein Schwimmbad ebenfalls mit kleinem Fitness-Studio. Auch hier gibt es Zehner-Karten oder ähnliche Ermäßigungen.

Eis
Wer Eis mag, sollte sich die folgende Adresse zunächst merken und wird sie nach dem ersten Besuch so schnell nicht wieder vergessen: Jannettas 33, South Street.

Bankverbindung - Konto
Da im Regelfall Auslandsüberweisungen gebührenpflichtig sind und Kreditkarten auch zusätzliche Gebühren im Auslandseinsatz erheben, empfiehlt es sich sehr ein Konto in St. Andrews zu eröffnen. Ist auch weiter kein Problem. Mit der Bestätigung des Studienplatzes bekommt man schon die erste Werbung. Grundsätzlich gibt es zwei Banken, die wohl in Frage kommen: Bank of Scotland und Royal Bank of Scotland. Es gibt weitere, aber der Aufwand sich über die ganzen Dienstleistungen zu erkundigen lohnt sich eher nicht. Beide hier genannten Banken bieten ein kostenloses Konto für Studenten an und sämtliche Standard-Dienstleistungen. Auf zwei Dinge möchte ich allerdings aufmerksam machen. Erstens: überziehe nie dein Konto und zweitens: geh lieber zur Bank of Scotland. Warum?
Nun, ausländische Studenten kommen nicht in den Genuss eines kostenlosen Überziehungskredites wie ihn die Briten genießen. EU rechtlich sicherlich fragwürdig, aber der normale Bankangestellte versteht davon sicher nichts. Eine Kontoüberziehung ist damit ausgeschlossen, auch nicht ein Pence ist möglich. Schecks platzen, Kreditkartenabrechnungen gehen zurück etc. Dies führt zu einer Bearbeitungsgebühr von gerne GBP 30 oder mehr und der Witz ist, das wird dann vom Konto abgebucht, womit eine Überziehung entsteht und für die muss man eine Strafgebühr von weiteren GBP 30 bezahlen. Fazit: die sind nicht ganz dicht. Mit den Gebühren würden deutsche Banken sicher auch nicht in der Krise stecken. Mit viel Aufwand und auf dummen Kontinentaleuropäer machen, kann man da einmal drumherum kommen, aber man sorge besser für ausreichende Deckung. Bedenkt also die Zeit, die eine Überweisung aus Deutschland braucht. Tja, und warum die Bank of Scotland und nicht die Royal Bank of Scotland. Es ist nicht weil mich die eine geärgert hat und die andere nicht, aber bei der Royal Bank of Scotland bekommt man seit 2002 keine Kreditkarte mehr als Student und mit der Kontokarte kann man nirgends bezahlen, d.h. nur Bares ist Wahres. Das ist vielleicht auch richtig, aber doch eben umständlich. Bei der Bank of Scotland bekommt man immer noch eine Kreditkarte und auch eine Switchcard. Zweitere ist so gut wie die EC-Karte in Deutschland also praktisch wie Bares.
Das ist der aktuelle Stand Anfang 2003. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass auch hier selber nachfragen die beste Devise ist. Mindestens das mit der Kreditkarte könnte ich mir vorstellen wird sich die royale Bank schnell wieder überlegen.

Zurück Hauptindex > Student Life
Zurück zum Hauptindex
<top>

Abschließende Worte

Das soll es gewesen sein zum binationalen Studiengang und zu St. Andrews. Ich hoffe ihr konntet nützliches entdecken. Wenn diese Site dazu beiträgt euch zum Studium in St. Andrews zu entscheiden freue ich mich besonders. Ich würde dann auch gerne etwas von euren Erfahrungen später erfahren, um diese Site weiter auf dem laufenden zu halten. Mein eigenes Studium endet in 2003. Für Anregungen und Tipps bin ich immer offen.

Zurück zum Hauptindex
<top>