Grundlagen der Volkswirtschaftslehre




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Die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre - anschaulich dargestellt

4. Auflage

Dies ist mein erstes Buch. Desto mehr freue ich mich über die gute Resonanz, die nach der Erstauflage im April 2000 bereits im März 2001 eine 2. Auflage erforderte. Nun ist bei weiterhin steigender Nachfrage die 4. Auflage erschienen. Ich freue mich mit meinem Verlag, dass wir ein qualitativ noch verbessertes Werk zum gleichen Preis präsentieren können. An dieser Stelle danke ich für die Zuschriften von Lesern, die mich auf Fehler hingewiesen haben. Ich freue mich auch in Zukunft über konstruktive Kritik, sie hilft den Text und die Grafiken für weitere Lesergenerationen noch verständlicher und damit hilfreicher zu machen.


Mehr Infos zum Buch Klappentext

Inhaltsverzeichnis

Buchbesprechung der 1. Auflage

Buchbesprechung der 3. Auflage

Buchbesprechung der 4. Auflage

Ergänzungen und neue Gedanken nach Erscheinungsdatum der 4. Auflage

Gefundene Fehler in der 4. Auflage


Betrifft 3. Auflage:

Ergänzungen und neue Gedanken nach Erscheinungsdatum der 3. Auflage

Gefundene Fehler in der 3. Auflage


Klappentext

Die Ökonomie ist die Lehre von der Knappheit. Diese kurze Definition wird jedem Leser des Buches am Ende vertraut sein. Hier werden die Ökonomie und ihre wichtigsten Inhalte anschaulich dargestellt. Zum Verständnis des Themenkomplexes ist keine Vorbildung nötig. Die Darstellung ist in den wesentlichen Punkten ausführlich und versucht Anstöße zur weiteren Vertiefung der Materie zu geben. Die beschriebenen Theorien und Definitionen werden an aktuellen Beispielen veranschaulicht. Zahlreiche aktuelle statistische Erhebungen untermauern die Argumentation und belegen die Schlussfolgerungen. Auf diesem Wege wird versucht, die komplexe und nicht mühelos zu verstehende Volkswirtschaftslehre lebendig zu gestalten.
"Sehr preisgünstiges Lehrbuch für Erstsemester"
Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken, ekz-Informationsdienst (Besprechung der 1. Auflage)

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Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Symbolverzeichnis

Einführung

I. Teil Mikroökonomie

1. Die Preisbildung 1.1 Die Nachfragekurve 1.1.1 Die Entstehung der Nachfragekurve
1.1.2 Einflussgrößen der Nachfrage
1.1.3 Nachfrageelastizitäten 1.1.3.1 Die eigene (direkte) Preiselastizität der Nachfrage
1.1.3.2 Die indirekte (Kreuz-) Preiselastizität
1.1.3.3 Die Einkommenselastizität
1.1.4 Weitere Einflussfaktoren der Nachfrage
1.1.5 Die Marktnachfrage (horizontale Aggregation)
1.2 Die Angebotskurve 1.2.1 Die Entstehung der Angebotskurve
1.2.2 Einflussgrößen des Angebots
1.2.3 Angebotselastizitäten
1.2.4 Das Marktangebot (horizontale Aggregation)
1.3 Das Marktgleichgewicht 1.3.1 Der Gleichgewichtspreis und die Gleichgewichtsmenge
1.3.2 Die Soziale Wohlfahrt 1.3.2.1 Die Konsumentenrente
1.3.2.2 Die Produzentenrente
1.3.2.3 Die Soziale Wohlfahrt
2 Produktionsmöglichkeiten und Kosten 2.1 Produktionsfaktoren
2.1.1 Die originären Produktionsfaktoren 2.1.1.1 Arbeit
2.1.1.2 Boden
2.1.2 Der abgeleitete Produktionsfaktor Kapital
2.2 Produktionsfaktoren im Einsatz
2.2.1 Die Produktionsfunktion
2.2.2 Die Transformationskurve
2.3 Erträge und Kosten 2.3.1 Kostenarten und Kostenfunktionen 2.3.1.1 Fixe Kosten
2.3.1.2 Variable Kosten
2.3.1.3 Gesamtkosten und Stückkosten
2.3.1.4 Die Grenzkosten
2.3.2 Zusammenführung der Kosten
2.3.3 Erlöse und die abgeleitete Angebotsfunktion 2.3.3.1 Die Gewinnschwelle
2.3.3.2 Die abgeleitete Angebotsfunktion
2.3.4 Die Break-Even-Analyse
2.3.5 Gewinne und Verluste - einige Zusammenhänge 2.3.5.1 Verbindung zwischen Gewinn und Produzentenrente
2.3.5.2 Die Kräfte des Marktes
3 Marktformen und Preisbildung 3.1 Marktmodelle 3.1.1 Vollkommene und unvollkommene Märkte
3.1.2 Märkte mit und ohne Barrieren
3.2 Eine Übersicht über verschiedene Marktformen
3.3 Das Monopol 3.3.1 Das Monopolgleichgewicht
3.3.2 Wohlfahrtsverlust im Monopo
4 Marktregulierungen - Eingriffe in die Preisbildung 4.1 Preisregulierungen 4.1.1 Höchstpreis
4.1.2 Der Mindestpreis mit und ohne Abnahmegarantie
4.2 Mengenregulierungen im Inland und gegenüber dem Ausland 4.2.1 Rationierungen mit und ohne konstanten Preis
4.2.2 Zölle versus Importquoten
4.3 Steuern und Subventionen 4.3.1 Verbrauchsteuern - wer muss die Zeche zahlen?
4.3.2 Subventionen
4.3.3 Der Fall Philipp Holzmann
4.4 Schlussfolgerungen aus staatlichen Eingriffen

II. Teil Makroökonomie

5 Der Wirtschaftskreislauf 5.1 Der einfache Wirtschaftskreislauf ohne Spartätigkeit
5.2 Der einfache Wirtschaftskreislauf mit Spartätigkeit
5.3 Der geschlossene Wirtschaftskreislauf
5.4 Der offene Wirtschaftskreislauf
6 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechung (VGR) 6.1 Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und das Angebot 6.1.1 Die Zusammensetzung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage
6.1.2 Determinanten der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage 6.1.2.1 Determinanten des privaten Konsums
6.1.2.2 Determinanten der privaten Investitionen
6.1.2.3 Determinanten der Staatsausgaben und des Außenbeitrags
6.1.3 Das gesamtwirtschaftliche Angebot
6.2 Das BSP/BIP und das Volkseinkommen 6.2.1 Die Bruttoprodukte
6.2.2 Kritik am Bruttoinlandsprodukt als Wohlstandsmaßstab
6.2.3 Vom Bruttoinlandsprodukt zum Volkseinkommen
6.2.4 Die Entstehungsrechnung
6.2.5 Die Verwendungsrechnung
6.2.6 Die Verteilungsquote
6.2.7 Die Sparquote
6.2.8 Die Staatsquote
6.3 Die Zahlungsbilanz
6.4 Der Einkommenskreislauf
7 Der Geldmarkt 7.1 Das Geld, seine Funktionen und Formen 7.1.1 Die Geschichte des Geldes - ein kurzer Abriss
7.1.2 Die Funktionen des Geldes und seine Formen
7.2 Die Geldmengen
7.3 Angebot und Nachfrage am Geldmarkt 7.3.1 Die Gelnachfrage
7.3.2 Das Geldangebot 7.3.2.1 Geldschaffung und Geldvernichtung
7.3.2.2 Die Vorteile einer unabhängigen Notenbank
7.4 Die Notenbanken 7.4.1 Die Bundesbank und die EZB 7.4.1.1 Die Deutsche Bundesbank
7.4.1.2 Die EZB
7.4.2 Das Ziel und die Aufgaben der Notenbank
7.4.3 Die Geldpolitik der EZB 7.4.3.1 Die geldpolitischen Instrumente der EZB im Überblick
7.4.3.2 Die restriktive Geldpolitik
7.4.3.3 Die expansive Geldpolitik
8 Das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht 8.1 Allgemeine Betrachtungen
8.2 Das Gütermarktgleichgewicht 8.2.1 Die Gleichgewichtsbedingungen
8.2.2 Die IS-Kurve
8.3 Das Geldmarktgleichgewicht 8.3.1 Die Gleichgewichtsbedingungen
8.3.2 Die LM-Kurve
8.4 Der Geld- und Gütermarkt
8.5 Die Verbindung zum Arbeitsmarkt
9 Die Konjunktur 9.1 Der Konjunkturzyklus und seine verschiedenen Phasen
9.2 Die unterschiedlichen Konjunkturzyklen
9.3 Konjunkturelle Impulse durch die Wirtschaftspolitik 9.3.1 Die Nachfragepolitik nach Keynes
9.3.2 Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik
9.3.3 Das Laffer-Theorem
10 Wachstum 10.1 Wohlstand für alle
10.2 Das Stabilitätsgesetz 10.2.1 Das magische Vieleck 10.2.1.1 Das magische Viereck
10.2.1.2 Das magische Fünf- bzw. Sechseck
10.2.2 Zielkonflikte
10.3 Ein spezieller Konflikt - die Arbeitslosigkeit 10.3.1 Arten von Arbeitslosigkeit
10.3.2 Die Philipps-Kurve
10.3.3 Lösungsansätze zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit 10.3.3.1 Die Arbeitslosigkeit im Zeitablauf
10.3.3.2 Der Nutzen der Philipps-Kurve
10.3.3.3 Das Arbeitsmarktgleichgewicht und die Lohnstückkosten
10.3.3.4 Die Möglichkeit der Lohnspreizung und weitere Ansätze
Fazit Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis <top>
Buchbesprechung 1. Auflage

Paschke, Dennis: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre : anschaulich dargestellt / Dennis Paschke. - 1.Aufl. Heidenau : PD-Verl., 2000. - 189 S. : graph. Darst. ; 21 cm ISBN 3-930737-71-X, kt. : DM 14,80

Sehr preisgünstiges Lehrbuch für Erstsemester, in Teilen auch nützlich als Grundlage für Schulreferate/Sekundarstufe II. Passables Sachregister. - Kann je nach Bedarf Jürgen Kromphardt: "Grundlagen der Makroökonomie" (ID 7/99) ergänzen; Gilberto Granados: "Lern- und Arbeitsbuch Ökonomie" (BA 11/99) sollte bereits im Bestand sein.

Kardung

ekz-Informationsdienst     ID 30/00


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Buchbesprechung 3. Auflage

Paschke, Dennis: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre anschaulich dargestellt / Dennis Paschke. - 3., überarb. und erw. Aufl. Heidenau: PD-Verl., 2002. - 246 S.: zahlr. graph. Darst.; 21 cm ISBN 3-930737-73-6 kt.: EUR 9.80

Im Vergleich zur Erstauflage (ID 30/00) deutlich umfangreicheres, aber vom Preis her sehr günstig gebliebenes Fachbuch für StudienanfängerInnen. Wo bisher so gut genutzt wie in unserer Bibliothek, Anschaffung der aktuellen Fassung empfehlenswert. (3)

LK/E: Kardung

ekz-Informationsdienst ID 6/03 529.242.3


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Buchbesprechung 4. Auflage

Paschke, Dennis: Grundlagen der Volkswirtschaftslehre anschaulich dargestellt / Dennis Paschke. - 4., überarb. Aufl. - Heidenau: PD-Verl., 2004. - 256 S.: zahlr. graph. Darst.; 21 cm ISBN 3-930737-74-4 kt.: EUR 9.80

Eins der preisgünstigen Kompaktlehrbücher in aktualisierter Fassung (Vorauflage - ID 6/03 - verbrauchen). Bei großem Bedarf an Titeln für das Grundstudium steht auch noch die umfangreichere "Mikroökonomie anschaulich dargestellt" von D. Paschke (vgl. ID 12/03) zur Verfügung. (3)

LK/E: Kardung

ekz-Informationsdienst ID 38/04 586.686.3


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Ergänzungen und neue Gedanken nach dem Erscheinen der 4. Auflage

Die folgenden meist kurzen Gedanken ergeben sich aus ständiger Nachforschung zu den Themen, die in den 'Grundlagen' angesprochen werden. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die 4. Auflage. Im Nachgang zu den Kommentaren ist die Quelle zu finden, die zu den Gedanken führte.




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Ergänzungen und neue Gedanken nach dem Erscheinen der 3. Auflage

Die folgenden meist kurzen Gedanken ergeben sich aus ständiger Nachforschung zu den Themen, die in den 'Grundlagen' angesprochen werden. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die 3. Auflage. Im Nachgang zu den Kommentaren ist die Quelle zu finden, die zu den Gedanken führte.


Das Ziel der Gewinnmaximierung (Seite 66)

Ziel einer Unternehmung ist die Maximierung der eigenen Gewinne. Es ist ohne Zweifel richtig diese Annahme zu treffen. Allerdings wird damit gleichzeitig eine weitere Annahme getroffen: die Gewinnmaximierung ist gesetzlich zu lässig und moralisch und ethisch vertretbar. Es geht eben nicht alles.
Die Tatsache, dass der Unternehmenstätigkeit Grenzen gesetzt sind, ist so selbstverständlich, dass sie in der Volkswirtschaft meist nicht thematisiert wird. Dies ist nicht ohne Grund der Fall, eine umfangreiche Thematisierung einzelner Unternehmensziele ist Aufgabe der Betriebswirtschaftslehre. Unternehmensziele können hiernach unter anderem sein: Stärkung der Kundenzufriedenheit, Erhöhung der Dienstleistungsqualität, Verbesserung der Produkte, etc (vertiefende Literatur: Frank Keuper 2001). Wie Brealey und Myers richtig feststellen, sind dies sozusagen alles Unterziele der Gewinnmaximierung. Ein 'gutes' Unternehmen mit qualitativ hochwertigen Produkten oder preiswerten Produkten, d.h. Produkten, die ihren Preis tatsächlich wert sind, werden tendenziell höhere Gewinn generieren als Unternehmen, die nur 'Schrott' verkaufen und keinen oder nur einen schlechten Service bieten. (B&M S. 24)
Dennoch geht eben nicht alles bei der Gewinnmaximierung. Eine Volkswirtschaft besitzt ein rechtliches Gerüst, das Unternehmern und Managern Grenzen aufweist. Steuerhinterziehung ist genauso eine Straftat wie Betrug und kann daher nicht zur Gewinnmaximierung eingesetzt werden. Viel stärkere Grenzen werden teilweise durch das Grundverständnis einer Gesellschaft aufgebaut. Platt gesagt durch ihre Weltanschauung.
Unternehmen, die nicht vorausschauend und sensitiv auf die Grundsätze der Gesellschaft eingehen innerhalb derer sie produzieren und Produkte anbieten, können schnell dazu gezwungen sein, über die Verlustminimierung statt der Gewinnmaximierung nachzudenken. Beispiele sind die Ausbeutung von Arbeitern, insbesondere Kinderarbeit, und die Zerstörung der Umwelt in großem Maße. Die Textilindustrie wird von Zeit zu Zeit wegen ihrer Produktionspraktiken in Dritte Welt Ländern an den Pranger gestellt. Sie wird oder wurde beschuldigt, Kinderarbeit in großem Stil zu Nutzen. Die Industrie ist in einem solchen Fall gezwungen auf die Ansichten ihrer Kundschaft Rücksicht zu nehmen. Ein konkreteres Beispiel war die Brent-Spar. Eine ausgediente Ölplattform, die Shell in den 1990er Jahren in der Nordsee versenken wollte. Erst erhebliche Proteste aus der Bevölkerung und von Umweltschutzverbänden führten zu einem Umdenken bei den verantwortlichen Personen bei Shell. Obwohl die Abrüstung der Plattform an Land wesentlich teurer war als diese im Meer zu versenken, wird sie den Shellkonzern insgesamt weniger gekostet haben. Hätte der Konzern nicht auf die Proteste reagiert wäre es sicher zu einem Boykott-Aufruf gekommen. Das Ausbleiben von Kunden und damit der verlorene Absatz und eventuell der Verlust von Marktanteilen hätte den Konzern langfristig sicher mehr gekostet als die teurere Entsorgung der Plattform an Land.
Die Annahme der Gewinnmaximierung in der Volkswirtschaft impliziert daher immer, dass diese unter Beachtung der gesetzlichen und gesellschaftlichen Grenzen stattfindet und nicht auf Teufel komm raus.

Literatur:
Brealey, Richard A.; Myers, Stewart C.: Principles of Corporate Finance. Diverse Städte 2003, Kapitel 2.
Keuper, Frank: Strategisches Management. München 2001.


Steuerentlastung durch Subventionskürzungen (Seite 103-108)

In Kapitel 4.3.2 werden die Auswirkungen von Subventionen auf die Wohlfahrt der Gesellschaft beschrieben. Diese führen (1) zu einem Wohlfahrtsverlust und (2) tendenziell zu höheren Steuern. Dennoch können Subventionen aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein. Sie sind es dann, wenn ein sofortiger Strukturbruch verhindert werden kann, der zu kurzfristigen Ungleichgewichten und deren Folgeproblemen, z.B. erhöhte Arbeitslosigkeit, führt. Zum Abschluss des Kapitels über Staatseingriffe (Seite 107) werden vier Charakteristika aufgeführt, die staatliche Eingriffe erfüllen sollten:

(1) marktkonform;
(2) zeitlich beschränkt;
(3) degressiv;
(4) bedingt.

Das Institut für Weltwirtschaft, Kiel (IfW) hat im Zuge der Diskussionen um die Flutopferhilfe 2002 ein Arbeitspapier mit eindeutigen Zahlen veröffentlicht. Aufgrund des geringen bis nicht vorhandenen Spielraums in den öffentlichen Finanzen in Deutschland standen grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Finanzierung der Flutopferhilfen zur Verfügung: (1) Erhöhung der Einnahmen oder (2) Senkung der Ausgaben. Bei der Erhöhung der Einnahmen wurde im Wesentlichen die Verschiebung der Steuerreform um ein Jahr diskutiert. Eine Möglichkeit der Ausgabensenkung wären Subventionskürzungen. Nach einer weiten Definition des Subventionsbegriffs betrugen diese im Jahr 2001 nach IfW Berechnungen EUR 156 Mrd. und machten somit 7,5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Absolut haben sich die Subventionen gegenüber dem Vorjahr 2000 nur um EUR 1 Mrd. verringert und sind auch in Relation zum BIP nahezu unverändert (2000: 7,8%).
Tendenziell führen Subventionen zu einer erhöhten Steuerbelastung. Die Ergebnisse des IfW sind absolut erstaunlich und zeigen wie groß der Spielraum der öffentlichen Finanzen sein könnte, eine mutige Restrukturierung der Subventionen vorausgesetzt. Eine Abschaffung der Subventionen könnte den Eingangssteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag im Jahr 2001 von 21,0% auf 7,7% und den Spitzensteuersatz von 51,2% auf 18,8% senken. Die Zahlen machen deutlich, welchen Einfluss schon eine relativ geringe Reduzierung der Subventionen auf die Steuersätze haben kann.

Literatur:
Boss, Alfred; Rosenschon, Astrid: Subventionen in Deutschland: Quantifizierung und finanzpolitische Bewertung. In: Kieler Diskussionsbeiträge (2002), H. 392/393.


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Gefundene Fehler in der 3. Auflage

Seite
Zeile
richtig
im Buch steht
74
19
...Marktgleichgewicht im Punkt D...
(es ist zu beachten, dass Punkt E in diesem Beispiel (Abbildung 30) kein Marktgleichgewicht darstellt, jedoch das Marktgleichgewicht unter vollkommener Konkurrenz ist. In dem Fall sinkt der Preis auf das Minimum der Durschnittskosten und es werden keine ökonomischen Gewinne erzielt. Im Beispiel (Abbildung 30) werden allerdings ökonomische Gewinne angenommen.)
...Marktgleichgewicht im Punkt E...